Änderungen am BBiG – Mindestausbildungsvergütung

Endlich kommt die Mindestvergütung für Auszubildende, für die das BBiG gilt. Zur Pressemitteilung des Bundesministeriums.

Adieu 160 € Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung fällt nicht unter das ‚Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns – Mindestlohngesetz (MiLoG)‘ da es kein Gehalt, sondern eine Vergütung ist. Somit war es Unternehmen möglich Auszubildende für unaussprechliche „Vergütungen“ zu beschäftigen. Dies hat nun ein Ende.

Die Mindestausbildungsvergütung in Zahlen

Mit der Novelle des BBiG kommt die Mindestausbildungsvergütung und zwar besser als erwartet:

  • Auszubildende die 2020 ihre Ausbildung starten, erhalten eine Mindestausbildungsvergütung von 515,00 €. Diese Untergrenze wird Schrittweise erhöht.
  • Wer 2021 seine Ausbildung startet, erhält eine Mindestausbildungsvergütung von 550,00 €.
  • Auszubildende ab 2022 erhalten eine Mindestausbildungsvergütung von 585,00 €.
  • Und alle Auszubildende die 2023 ihre Ausbildung starten, erhalten eine Mindestausbildungsvergütung von 620,00 €.

Die oben genannten Beträge gelten jeweils für das erste Ausbildungsjahr. Fixe Regelungen zum zweiten und dritten Ausbildungsjahr sind noch nicht zu sehen. Es ist von „Aufschläge“ die Rede, wie genau das am Ende aussieht, bleibt abzuwarten.

Und sonst so?

Ab dem Jahr 2024 wird die Mindestausbildungsvergütung jährlich überprüft und ggf. angepasst.

Ein kleiner Wermutstropfen: Natürlich gibt es Hintertürchen. So darf die Mindestausbildungsvergütung durch tarifliche Regelungen beschnitten werden.

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